1981 als gemeinnütziger Verein aus rein ehrenamtlichen Engagement heraus von Herrn Denzlinger, Staatsanwalt a.D. aus Freiburg im Breisgau gegründet. Die Gründungsmotivation lag in der Erkenntnis, dass nach Verurteilung und Haftentlassung oftmals geringe Lebensperspektiven bestehen, die – zusammen mit den vielseitigen sozialen und psychischen Problemen – den Nährboden für eine Rückfallentwicklung bilden können. Die gesellschaftliche Verantwortung zur Lösung des Kriminalitätsproblems geht also über die Verurteilung und Unterbringung hinaus und beinhaltet zwingend auch die Nachsorge zur Vermeidung oder Verringerung der Rückfallgefahr.

Die Arbeit beschränkte sich anfangs auf eine ehrenamtliche Betreuung durch Beratung und Unterstützung der Bedürftigen. Dazu scheute  sich der Gründer auch nicht, einzelne Klienten in seinen eigenen Lebensbereich mitaufzunehmen. Der Verein finanzierte sich zunächst ausschließlich über Spenden. Durch Beharrlichkeit und Engagement gelang es in den Folgejahren, öffentliche Zuschüsse zu erhalten. Die ersten Mitarbeiter wurden angestellt. Bis Ende der 80 ziger Jahre wurden allerdings nur Personen aus dem Strafvollzugsbereich betreut.

Der sich verstärkende Bedarf der Kliniken des Maßregelvollzuges, Patienten zur Entlassungsvorbereitung in strukturierte und strukturierende Einrichtungen zur Bestimmung der Sozialprognose unterzubringen und ihnen nach der Entlassung eine Lebensperspektive zu ermöglichen, führte zu einer Ausweitung des Engagements auf diese Personengruppe und damit zu einer weiteren Verbesserung der Finanzierungsgrundlagen.

Seit 1995 ist die Welcker Stiftung als Spezialeinrichtung für Maßregelvollzugspatienten anerkannt und hat entsprechende Verträge über Eingliederungshilfen mit den zuständigen Verwaltungsträgern abgeschlossen. Diese bilden die finanzielle Grundlage für eine solide Betreuungsarbeit, die unserem Klientel zuteil werden soll.