Die schwierige Aufgabe der Resozialisierung können aber die Mitarbeiter der Welcker Stiftung nicht alleine bewältigen, sondern es ist immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten erforderlich, wenn diese gelingen soll. Dies gilt insbesondere auch bei der  Bewältigung von Krisensituationen, die immer wieder auftreten können. Externe Einrichtungen und Dienste, mit denen eine enge Zusammenarbeit erfolgt, sind:

Die entsendenden Einrichtungen: Dies ist/sind in aller Regel der Sozialarbeiter bzw. der behandelnde Therapeut des Maßregelvollzuges, bzw. die zuständigen Sozialarbeiter des Strafvollzuges. Während mit der Entlassung aus dem Strafvollzug die Zusammenarbeit endet, bleibt bei Maßregelvollzugspatienten diese mit den Therapeuten und Sozialarbeitern während der Belastungserbprobung intensiv bestehen. Auch nach der Entlassung bleiben die ehemals zuständigen Mitarbeiter der Einrichtung oftmals noch helfende Ansprechpartner.

Niedergelassene Ärzte, Psychiatrische Institutsambulanzen: Bei dem Vorliegen von psychiatrischen Erkrankungen, die in engem Zusammenhang mit der Straftat stehen, ist in aller Regel die Weiterführung der Behandlung dringend erforderlich und deshalb auch Bewährungsauflage. Da dies ein zentraler Punkt für das Gelingen der Resozialisierung und der Gesundung darstellt, ist für uns eine Zusammenarbeit mit diesen Institutionen unverzichtbar. Alle Probleme, die sich in diesem Zusammenhang stellen (Erhöhung oder Verringerung der Medikation, Absetzen der Medikation, Krisenintervention, Klinikeinweisung), werden gemeinsam mit dem behandelnden Therapeuten, dem zuständigen Betreuer und dem Klienten besprochen, wobei eine einvernehmliche Lösung das Ziel ist.. Dazu lassen wir uns die erforderliche Schweigepflichtsentbindung ausfertigen, die auf Grund ihrer Wichtigkeit Aufnahmebedingung ist.

Bewährungshelfer, Strafvollstreckungskammer: Da die Entlassung zur Bewährung und (oder)Führungsaufsicht immer mit Auflagen verbunden ist, ist die Zusammenarbeit mit diesen Institutionen grundlegend. Auch hier gilt: Gemeinsame Gespräche bei der Bewältigung von Krisen oder Änderungswünschen hinsichtlich einzelner Bewährungsauflagen. Eine Schweigepflichtsentbindung ist ebenso erforderlich.

Gesetzliche Betreuer: Oftmals werden dem Klienten noch gesetzliche Betreuer zur Seite gestellt, um besondere Schwierigkeiten z.B. im Bereich der Gesundheitsfürsorge oder der Vermögensverwaltung besser bearbeiten zu können. Auch hier ergeben sich immer wieder Situationen, wo eine gemeinsame Absprache zur Erreichung bestimmter Ziele zwingend notwendig ist.

Auf diese Art und Weise soll ein Netz gespannt werden, das den Klienten im Krisenfalle hilft und ihn dabei unterstützt, diese ohne strafrechtlich relevante Rückfälle zu meistern.